
Problemfall Eiweiß: Prä-Dialyse
Der größte Teil der Endprodukte des Eiweißstoffwechsels wie Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin wird - bei Nierengesunden - mit dem Urin ausgeschieden.
Eine Verringerung der Eiweiß-Aufnahme („Eiweißreduktion“) kann das Fortschreiten mancher Nierenerkrankungen und damit auch den Beginn der Dialysetherapie manchmal verzögern. Eine eiweißarme Ernährung ist jedoch nur notwendig, solange keine Dialysebehandlung durchgeführt wird.
Die Höhe der Eiweißzufuhr wird vom Arzt verordnet und richtet sich nach dem Stadium der Nierenerkrankung.
Um das weitere Fortschreiten der Nierenschädigung aufzuhalten oder zumindest zu verzögern wird manchmal eine eiweißreduzierte (normalisierte) Ernährung (0,6-0,8g/kg/KG = 0,6-0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht) empfohlen, um die Nierenfunktion möglichst lange zu erhalten.
Eine eiweißarme Diät muss ausreichend Energie in Form von Fett und Kohlenhydraten enthalten, damit kein körpereigenes Eiweiß abgebaut wird (Muskelschwund).
Wichtig: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihr Körpergewicht. Eine Mangelernährung ist in der Regel schädlich. Eine Gewichtsreduktion ist bei Nierenpatienten in diesem Stadium meist nicht notwendig.

