
Wie wirken Phosphatbinder? Welche Phospatbinder gibt es?
Phosphat ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten. Bei gesunden Menschen wird es über die Nieren ausgeschieden. Bei Nierenkranken kommt es dagegen zu einer schädlichen Anreicherung im Körper. Phosphatbinder verhindern das, indem sie das Phosphat im Darm binden. Man unterscheidet folgende Phosphatbinderarten:
Kalziumhaltige Phosphatbinder
Häufigste Nebenwirkungen: Völlegefühl, Verdauungsstörungen
Handelsnamen: Calciumacetat-Nefro® (Calciumacetat), Calciumacetat Prorenal AM® (Calciumacetat), CC-Nefro® (Calciumcarbonat), Dreisacarb® (Calciumcarbonat), Phos-Ex® (Calciumacetat), Calci-Gry® (Calciumcarbonat)
Aluminiumhaltige Phosphatbinder
Sind effektiver als calciumhaltige Phosphatbinder, haben jedoch mehr Nebenwirkungen. Die Wirkstoffe werden nur noch in Deutschland und Entwicklungsländern eingesetzt.
Häufigste Nebenwirkungen: Völlegefühl, Verdauungsstörungen. Nach längerer Einnahme Aluminiumablagerungen im Gehirn und in den Knochen.
Handelsnamen: Aludrox® (Algeldrat), Phosphonorm® (Aluminium-chlorid-hydroxid-Komplex), anti-phosphat® (Algeldrat)
Calcium- und aluminiumfreie Phosphatbinder
• Sevelamerhydrochlorid — erster calcium- und aluminiumfreier Phosphatbinder.
Häufigste Nebenwirkungen: Magen- und Darmunverträglichkeit.
Handelsname: Renagel® (Sevelamer)
• Lanthankarbonat — neuester calcium- und aluminiumfreier Phosphatbinder.
Handelsname: Fosrenol®

