
Die wichtigsten Untersuchungen zur Feststellung einer Nierenerkrankung
Bei vielen Patienten kann der Arzt die Diagnose bereits durch die Krankengeschichte oder mit Hilfe eines einfachen Bluttests stellen (z. B. beim Diabetes). Letzte Gewissheit bringt eine Urinprobe. In einigen Fällen ist zusätzlich eine Gewebeprobe aus der Niere (Nierenbiopsie) erforderlich.
Urinprobe
Die wichtigste und einfachste Methode zur Überprüfung der Nierenfunktion ist eine Urinprobe. Hierzu wird der Mittelstrahlurin untersucht. Hieraus lassen sich folgende Befunde ablesen:
- Eiweiß im Urin zeigt eine Schädigung der kleinen Filtersysteme (Glomeruli) an.
- Blut im Urin (rote Blutkörperchen oder Erythrozyten) deutet auf eine Entzündung oder Verletzung der Nieren, Blase oder Harnröhre hin.
- Zucker im Urin kann auf einen Diabetes mellitus hinweisen.
- Bakterien im Urin sind ein Hinweis auf eine Entzündung der Harnwege.
Mit Hilfe des 24-Stunden-Sammelurins können zusätzlich Nierenleistung und die Höhe der Eiweißverluste (Kreatininclearance) bestimmt werden.

