
Phosphat und Calcium im Gleichgewicht
Für eine ausgewogene Balance von Phosphat und Calcium im Körper sorgt unter anderem das Parathormon (PTH). Dieses Hormon wird in den Nebenschilddrüsen im Halsbereich gebildet (neben heißt auf griechisch „para“, die Schilddrüse „thyroidea“). Es steuert und kontrolliert den Anteil von Phosphat und Calcium und sorgt dafür, dass beide in einem normalen Mengenverhältnis zueinander stehen. Im Normalfall sollte sich etwa 2,5-mal mehr Calcium als Phosphat im Blut befinden. Das PTH steuert diese Balance normalerweise über Veränderungen von Nierenfunktionen oder des Knochenstoffwechsels. Möglichkeiten, die bei Dialysepatienten teilweise fehlen.
Bei Dialysepatienten führt ein Zuviel an Phosphat im Blut u. a. zu dieser Kette von Ereignissen
- regt die Parathormon (PTH)-Bildung an
- steigert die Freisetzung von PTH
- der PTH-Spiegel im Blut steigt
- PTH entzieht den Knochen Calcium (Gefahr der Osteoporose)
- der Calciumspiegel im Blut steigt
- ein Zuviel an Calcium kann in Blutgefäßen und anderen Geweben abgelagert werden
- die Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen steigt

